Wasseraufbereitung

Zur Aufbereitung von Oberflächenwasser aus Talsperren (Rohwasser) zu Trinkwasser werden verschiedene Verfahrensschritte durchlaufen. Die Anwendung der einzelnen Verfahrensschritte hängt dabei von der jeweiligen Rohwasserqualität ab. Die in den Trinkwasseraufbereitungsanlagen der Thüringer Fernwasserversorgung eingesetzten Verfahren sind im Folgenden kurz beschrieben.

Ozonung

Ozon ist ein sehr starkes oxidierendes Gas. Im Wasser werden organische und anorganische Inhaltsstoffe oxidiert, die somit in nachfolgenden Aufbereitungsstufen besser entfernt werden können.

Mikrosiebung

Mikrosiebanlagen mit einer Maschenweite von 0,01 – 0,2 mm zählen zu den Grobreinigungsanlagen zur physikalischen Abtrennung und dienen der Zurückhaltung fein- bis grobdisperser Stoffe und Partikel, zum Beispiel Plankton.

Aufhärtung

Zur Minderung der Korrosivität sowie Verbesserung der Pufferkapazität und der Mischbarkeit von Fernwasser mit örtlichen Vorkommen wird das sehr weiche Talsperrenwasser aufgehärtet.

Flockung

Zur Flockung werden Metallsalze (AlSO4, FeCl3) sowie Flockungshilfsmittel (Polyacrylate) verwendet. Durch die Flockung können sowohl Partikel, als auch gelöste Inhaltsstoffe aus dem Wasser entfernt werden.

Filtration

In offenen Mehrschichtfiltern werden Partikel sicher zurückgehalten. Es kommen Sande, Kies, Anthrazit und Aktivkohle zum Einsatz.

pH-Werteinstellung

Zur optimalen pH-Werteinstellung werden verschiedene Verfahren eingesetzt, wie zum Beispiel Natronlauge- oder Kalkwasserdosierung.

Desinfektion

Mit Hilfe von Chlorgas, Chlordioxid oder Natriumhypochloridlösung wird nach Abschluss der Aufbereitung die hygienische Einwandfreiheit des Trinkwassers auf dem Transportweg gesichert.

Filterhalle TWA Luisenthal
Leitstand TWA Luisenthal