Verringerung der Geruchsbelästigung unterhalb der Talsperre Großbrembach

Wie kommt es dazu?

Durch natürliche Umsetzungsprozesse von Nährstoffen im Tiefenwasser, die aus dem Einzugsgebiet der Talsperre Großbrembach eingetragen werden, können vor allem im Sommer unangenehme Gerüche entstehen.

Was wird getan?

Die Thüringer Fernwasserversorgung arbeitet gemeinsam mit den Wasserbehörden der Landkreise Sömmerda und Weimarer Land, dem Landwirtschaftsamt Sömmerda und dem Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar an Lösungen.

Langfristig sollen durch die verbesserte Behandlung der kommunalen Abwässer im Einzugsgebiet der Talsperre Großbrembach die Nährstoffeinträge verringert werden. Die notwendigen Fördermittel wurden vom Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar beantragt. Nach entsprechender Planung und Genehmigung kann die bauliche und technische Umsetzung der Maßnahmen zur Verringerung des Stoffeintrags ab 2019 beginnen.

Zwischenzeitlich setzt die Thüringer Fernwasserversorgung ein Maßnahmenpaket ein, um die Geruchsbelästigung rasch zu minimieren. In das Tiefenwasser wird seit April 2017 mittels eines Gebläses Luft eingetragen. Sauerstoff verändert die natürlichen Umsetzungsprozesse positiv und verringert dadurch die Bildung des Geruchs. Seit 8. Juni 2017 sorgt zusätzlich ein Oloid (geometrischer Körper, der durch seine Impulsbewegung das Wasser umwälzt) für eine Durchmischung der Wasserschichten und dadurch zusätzlich Sauerstoff ins Tiefenwasser gelangt.

Darüber hinaus wurde die Wasserabgabe aus der Talsperre seit 24. Mai 2017 geringfügig erhöht, um der Stagnation und somit den Fäulnisprozessen im Stausee entgegenzuwirken.

Parallel zu den bereits laufenden Maßnahmen wurde die Einleitung von Wasserstoffperoxid in den Unterlauf der Talsperre bei der Unteren Wasserbehörde beantragt und genehmigt. Seit dem 15. Juni 2017 wird Wasserstoffperoxid dosiert an den Unterlauf der Scherkonde zugegeben. Es führt dazu, dass der Schwefelwasserstoff oxidiert, wodurch der Geruch stark reduziert wird.

Alle weiteren Maßnahmen werden zwischen den zuständigen Behörden, den Verwaltungsgemeinschaften und der Thüringer Fernwasserversorgung abgestimmt und durchgeführt.

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