Seit über 10 Jahren ist die Thüringer Fernwasserversorgung als leistungsstarkes und kompetentes Unternehmen der Wasserwirtschaft auf den Gebieten Bau und Betrieb von Talsperren, Wasserbereitstellung und Energieerzeugung tätig. Insgesamt 65 Stauanlagen dienen neben der Trinkwasserversorgung dem Hochwasserschutz oder der Brauchwasserbereitstellung.

45 % des Trinkwasserbedarfs werden im Freistaat aus Wasser der Talsperren Leibis/Lichte, Ohra, Schönbrunn, Scheibe-Alsbach und Neustadt gedeckt. Nachdem das Rohwasser die zwei eigenen Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Luisenthal und Zeigerheim verlassen hat, gelangt es über ein rund 551 km langes Rohrleitungsnetz zu den örtlichen Wasserversorgern.

Insgesamt 21 Rückhaltebecken dienen ausschließlich dem Hochwasserschutz. Zusätzlich verfügen auch andere Talsperren über einen Hochwasserrückhalteraum.

Mit den seit diesem Jahr insgesamt 9 Wasserkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2 060 kW wird alternative Energie erzeugt. Sechs Anlagen sind im Fuß der Mauern, 3 weitere in Fernwasserrohren installiert.

In Zeiten des Klimawandels wird die gezielte Steuerung des Wachstumsfaktors Wasser immer wichtiger. Daher gewinnt die Reaktivierung der 37 Brauchwasser-Talsperren zunehmend an Bedeutung.

Im Auftrag des Freistaates unterstützt die Thüringer Fernwasserversorgung die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie bei der Unterhaltung von 58 Kleinspeichern.

Ergänzt wird dieses vielseitige Leistungsspektrum um das Talsperren- und gewässerkundliche Archiv.

Die Thüringer Fernwasserversorgung in Zahlen

 

2015

Mitarbeiter 234
Auszubildende 6
Stauanlagen 65
versorgungswirksame Trinkwassertalsperren 5
Hochwasserrückhaltebecken 21
Netzlänge Roh- und Fernwasserleitungen 551,2 km
Behälterkapazitäten 222 600 m³
Trinkwasseraufbereitungsanlagen 2
Rohwasserkunden 3
Rohwasserabgabe 15,3 Mio. m³
Fernwasserkunden 24
Fernwasserabgabe 36,5 Mio. m³
Wasserkraftanlagen 8
Strom aus Wasserkraft 9,55 Mio. kWh