Erzeugung von elektrischer Energie durch erneuerbare Energien

Tageserzeugung [20.01.2019]

Photovoltaikanlage Verwaltung Erfurt
84 kWh
Wasserkraftanlage Talsperre Leibis/Lichte Rohwasser
4.441 kWh
Wasserkraftanlage Talsperre Leibis/Lichte Wildbett
4.972 kWh
Wasserkraftanlage Talsperre Schmalwasser
4.021 kWh
Wasserkraftanlage Talsperre Tambach-Dietharz
2.862 kWh
Wasserkraftanlage Trinkwasseraufbereitung Luisenthal
8.696 kWh
Wasserkraftanlage Hochbehälter 02 Arnstadt-Espenfeld
1.208 kWh
Wasserkraftanlage Hochbehälter 08 Gotha - Kleiner Seeberg
5.328 kWh
Wasserkraftanlage Hochbehälter 09 Bienstädt
1.186 kWh

Summe der erzeugten Energie 2019

Gesamtsumme
520.522 kWh
davon:
Photovoltaikanlagen
647 kWh
Wasserkraftanlagen
519.875 kWh
vermiedene CO2-Menge
320 t

Vom Wasser zum Strom

Wasserkraft ist einer der ältesten erneuerbaren Energieträger. Während früher die Kraft des Wassers rein mechanisch genutzt wurde, wird sie heute meist in Strom umgewandelt.

Ein besonders günstiges Verhältnis der Investitions- und Betriebskosten zum erzielbaren Energiegewinn bei relativ konstantem Einspeiseverhalten macht Wasserkraft zu einer wirtschaftlich attraktiven Form der ökologischen Energieerzeugung.

Das natürliche Gefälle zwischen den Talsperren im Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge sowie in den Versorgungsgebieten im Thüringer Becken und Gebirgsvorland wird zur umweltschonenden Stromerzeugung aus Wasserkraft genutzt. Der natürliche Wasserkreislauf sorgt zusammen mit Maßnahmen zur Stauung und Speicherung dafür, dass je nach Bedarf genügend Wasser zur Stromerzeugung zur Verfügung steht.

Die großen Talsperren der Thüringer Fernwasserversorgung sind grundsätzlich für die Gewinnung, Speicherung und Verteilung von Roh- und Trinkwasser konzipiert. Die Energieerzeugung mithilfe von Wasserkraftanlagen an den Talsperren und in den Fernleitungsnetzen ist ein Beitrag zur Energiewende.

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität

Zurzeit erzeugen die acht installierten Anlagen jährlich ungefähr 10,2 Mio. kWh alternative Energie. Bei einem Bezug elektrischer Energie in Höhe von ca. 10,4 Mio kWh können die vielfältigen Aufgaben der Thüringer Fernwasserversorgung bilanziell fast CO2-neutral erfüllt werden.

Fünf Turbinen nutzen hierfür das in den Talsperren angestaute Wasser. Drei weitere Wasserkraftanlagen werden im Fernleitungsbereich eingesetzt und nutzen den beim Wassertransport im freien Gefälle vorhandenen Überdruck, um Strom zu generieren. Dieser wird primär zur Deckung des Energiebedarfs der Thüringer Fernwasserversorgung genutzt. Überschüsse werden in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Die Thüringer Fernwasserversorgung hat sich das Ziel gesetzt, alle wirtschaftlich nutzbaren Wasserkraftpotenziale zu erschließen und so die Energieeffizienz des Unternehmens weiter zu steigern. So wurden seit dem Jahr 2014 eine neue Wasserkraftanlage am Standort Arnstadt-Espenfeld installiert und zwei bestehende Wasserkraftanlagen an den Standorten Gotha-Seeberg und Erfurt-Bienstädt energetisch optimiert.