Baufeld für Ferngas-Leitung in der Talsperre Zeulenroda wird freigelegt

Am 1. September beginnt die geplante Absenkung der Talsperre Zeulenroda, um bis zum 28. September das Baufeld für die bevorstehende Verlegung der Erdgasleitung der Ferngas Netzgesellschaft mbH im Stauwurzelbereich der Talsperre Zeulenroda wasserfrei zu machen. Der Absenkplan sieht eine Absenkung des Stauspiegels von rund sechs Metern vor, die bis dahin erreicht sein soll.

Auf 125 Kilometern Länge zwischen Limbach in Thüringen und Niederhohndorf in Sachsen erneuert die Ferngas Netzgesellschaft mbH ihre über 50 Jahre alte Erdgasleitung (EGL) 442. Ein rund 230 Meter langes Teilstück der alten Leitung liegt derzeit im Damm der Vorsperre Riedelmühle. Die neue Leitung soll im Stauwurzelbereich der Talsperre Zeulenroda verlegt werden.

Für die Freimachung des Baufeldes wurde die Absenkung auf den Tag genau geplant, um den gewohnten Stauspiegel so lange wie möglich zu halten und die touristische Nutzung der Wasserfläche während der Sommerferien so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Die Absenkphase beginnt am 1. September und wird einen knappen Monat in Anspruch nehmen. Die Ferngas Netzgesellschaft geht nach ihren Planungen von einem Baubeginn im Bereich der Stauwurzel der Talsperre Zeulenroda am 28. September aus. Unter Einberechnung von zu erwartenden mittleren Zuflüssen wird die Absenkung mit einer durchschnittlichen Unterlaufabgabe von vier Kubikmetern pro Sekunde realisiert. Die tagesaktuelle Abgabe wird dann in Anhängigkeit vom jeweiligen Niederschlags- und Zuflussgeschehen durch die Thüringer Fernwasserversorgung angepasst. Die durchschnittliche tägliche Absenkung des Stauspiegels wird sich zwischen 15 und 22 Zentimetern bewegen.

Die Stadt Zeulenroda-Triebes, das Bio-Seehotel, der Segelverein sowie der Fischereipächter als Pächter und Vertragspartner in der Nutzung der Talsperre sind über das Vorhaben informiert. Die Thüringer Fernwasserversorgung weist Spaziergänger, Badegäste und Hundebesitzer auf mögliche Gefahren in den freiwerdenden Uferbereichen hin. Durch die dort vorhandenen Sediment- und Schlammauflagerungen besteht an der Uferzone die Gefahr des Versinkens.

Der Wiedereinstau des Betriebsraums der Talsperre Zeulenroda erfolgt nach Beendigung der Bauarbeiten der Ferngas Netzgesellschaft mbH im Stauwurzelbereich. Die Thüringer Fernwasserversorgung geht derzeit von einem Wiedereinstau ab Anfang/Mitte Dezember dieses Jahres aus.

Die angekündigte zeitgleiche Teilabsenkung der Vorsperre Riedelmühle wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Für die geplante Baumaßnahme zur Nachrüstung der Zwischenauslässe am Entlastungsbauwerk der Stauanlage wurden keine wirtschaftlichen Angebote eingereicht. Die Thüringer Fernwasserversorgung ist angehalten, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sparsam umzugehen und wird die Ausschreibung erneut vornehmen. Die Ausführung richtet sich nach einem naturschutzbedingten Zeitfenster im Jahr, so dass die Maßnahme auf das kommende Jahr verschoben wird.

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