Bürgerinformationen: Talsperre Weida

Generalinstandsetzung der Talsperre Weida

Nach mehr als 60-jähriger Nutzungsdauer befinden sich die beiden Absperrbauwerke der Hauptsperre und das Absperrbauwerk der Vorsperre Pisselsmühle der Talsperre Weida in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die Betonschäden und Wasseraustritte an den Luftseiten der Absperrbauwerke sind auch für Laien gut sichtbar.

Im Sommer 2017 fiel die Entscheidung für eine grundhafte Sanierung der Gesamtanlage in Form einer Generalinstandsetzung mit Entleerung des Stauraumes.

Die Auftragsvergabe beginnt nach der Genehmigung der Planungen sowie der Abfischung und Entleerung der Talsperre Weida voraussichtlich Ende 2020.

Innerhalb von 4 Jahren sollen die technische Ausrüstung, die Umrüstung der Prozessleittechnik sowie die Sanierung und Instandsetzung der Absperrbauwerke realisiert werden.

 

 

 

Aktueller Stand der Planungen

Entwurfs- und Genehmigungsplanungen

Die Entwurfs- und Genehmigungsplanungen laufen seit November 2017 und sollen im Sommer 2019 dem Thüringer Landesverwaltungsamt zur Genehmigung vorgelegt werden.

Einzelfallgenehmigung „Betonrezeptur“

Gleichzeitig wird die geeignete „Betonrezeptur“ für die Instandsetzung der Betonteile ermittelt. Das ist notwendig, da beim Bau der Talsperre Weida in den fünfziger Jahren ein Sulfathüttenzement verarbeitet wurde, der heute nicht mehr hergestellt wird und aufgrund seiner Eigenschaften auch nicht mehr verwendet werden könnte.

Vor der angestrebten Einzelfallgenehmigung durch die „Oberste Bauaufsichtsbehörde“, das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, werden in den kommenden Monaten noch Material- und Umweltverträglichkeitsprüfungen der ermittelten Betonrezeptur durchgeführt. Die Thüringer Fernwasserversorgung rechnet mit einer Genehmigung bis Ende 2019.

Modellversuche zur Leistungsfähigkeit Hochwasserentlastungsanlage und Tosbecken

Ebenfalls in Vorbereitung sind Modellversuche zur Leistungsfähigkeit der Hochwasserentlastungsanlage der Sattelmauer und des Tosbeckens der Hauptmauer. Diese sind notwendig, um die technischen Standards der Anlage an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Insbesondere haben sich die Bemessungsgrundlagen seit der Konzeption der Talsperre Weida verändert.

An maßstabsgetreuen Modellen wird die Leistungsfähigkeit der Anlagen im Hochwasserfall untersucht. Damit können Strömungsvorgänge nahezu exakt und anschaulich dargestellt sowie der Handlungsbedarf ermittelt werden.

Die Ergebnisse der Modellversuche, die im November dieses Jahres vorliegen sollen, fließen in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ein.

Weiterführende Informationen

Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz zur Zukunft der Talsperre Weida
Materialien zur Bürgerinformationsveranstaltung (11. April 2016)

Vortrag des Technischen Leiters der Thüringer Fernwasserversorgung, Herrn Uwe Weiß

Ausführungen zur Konzeptstudie und zum Kostenvergleich (3,0 MiB)

Vortrag des Referatsleiters Wasserbau der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Herrn Karsten Pehlke

Hochwasserschutzkonzept Weida (2,7 MiB)
Die Talsperre Weida - eine Bestandsaufnahme (2016)
Varianten zur Zukunft der Talsperre Weida (2016)
Die Weidatalsperre Bermichsmühle

Zurück