Erneuerung der Ferngas-Leitung in der Talsperre Zeulenroda steht bevor

Arbeiten im Oktober erfordern Absenkung des Wasserspiegels

Auf 125 Kilometern Länge zwischen Limbach in Thüringen und Niederhohndorf in Sachsen erneuert die Ferngas Netzgesellschaft mbH ihre über 50 Jahre alte Erdgasleitung (EGL) 442. Ein rund 230 Meter langes Teilstück der alten Leitung liegt derzeit im Damm der Vorsperre Riedelmühle. Die neue Leitung soll im Stauwurzelbereich der Talsperre Zeulenroda verlegt werden. Damit die Ferngas Netzgesellschaft mbH diesen Abschnitt ab Oktober dieses Jahres erneuern kann, muss der Wasserspiegel sukzessive ab September abgesenkt und das Wasser schadlos in die Weida abgegeben werden.

„Wir verbessern die Energie-Infrastruktur, indem wir mit der ausgewechselten Leitung die Versorgungssicherheit für die kommenden Jahrzehnte erhöhen“, sagt Ferngas-Projektleiter Philipp Egle. Sollte Wasserstoff als Energieträger zukünftig genutzt werden, könne auch dieser durch die Leitung fließen, blickt der Projektleiter voraus.

Die Arbeiten zur Erneuerung des Rohrstranges in der Talsperre seien in Absprache mit der Thüringer Fernwasserversorgung soweit wie möglich Richtung Spätherbst terminiert worden. „Damit berücksichtigen wir die Interessen der Nutzer der Talsperre und des Tourismus soweit es irgend geht“, unterstreicht Philipp Egle. Die Absenkung wird je nach der dann vorherrschenden Zuflusssituation und dem aktuellen Füllungsstand der Talsperre Zeulenroda in der ersten Septemberwoche beginnen und sich bis Anfang Oktober erstrecken.

Zur Schaffung der notwendigen Bau- und Montagefreiheit für die Neuverlegung der EGL 442 in diesem Bereich ist es erforderlich, den Stauspiegel der Talsperre Zeulenroda vom planmäßigen Stauziel von 352,27 m NN zeitweise um rund 5,85 m auf 346,42 m NN abzusenken. Die Absenkgeschwindigkeit wird dabei rund 0,15 Meter pro Tag betragen.

Die Thüringer Fernwasserversorgung geht von einem Beginn für den Wiedereinstau des Betriebsraums der Talsperre Zeulenroda ab Anfang/Mitte Dezember aus.

Teilabsenkung der Vorsperre Riedelmühle

Gleichzeitig wird die Thüringer Fernwasserversorgung voraussichtlich im September mit einer Teilabsenkung der Vorsperre Riedelmühle beginnen, um im Entlastungsbauwerk der Stauanlage Zwischenauslässe nachzurüsten. Diese sind erforderlich, um die bauzeitliche Wasserhaltung und die Hochwasserableitung für die ab 2021 vorgesehene Sedimentberäumung in der Vorsperre Riedelmühle zu gewährleisten. Für die Dauer der Arbeiten am Entlastungsbauwerk und die nachfolgende Sedimentberäumung, die sich nach derzeitigen Plänen bis in das Frühjahr 2022 erstrecken wird, muss die Vorsperre Riedelmühle mit einem stark abgesenkten Stauspiegel betrieben werden.

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