Reguläre Steuerung wieder eingestellt

Bewehrung entlang des Damms, der Baustellenbereich ist mit Sandsäcken gesichert udn auf dem Damm liegt noch Schnee
Vorbereitende Arbeiten für die Errichtung der Wellenumlenker; Foto: TFW/Barthel

Die Sanierungsarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Ratscher laufen weiter. Mit einer Stauhöhe von 5,90 mPN und 383.000 m³ Inhalt wird die Anlage derzeit wie im Winter üblich betrieben.

Für die Sommersaison ist der gewohnte Betrieb mit 12,4 mPN und einem Inhalt von 4.083.000 m³ vorgesehen, sodass bei ausreichend Zuflüssen auch der Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann. Die weiteren Arbeiten können unabhängig vom Stauspiegel durchgeführt werden.

Mit den Instandsetzungsmaßnahmen wird die Betriebssicherheit der Anlage langfristig gesichert und der überregionale Hochwasserschutz weiter gestärkt. Die Kosten für die Sanierung werden vom Land Thüringen getragen.

Seit Frühjahr 2025 laufen die umfassenden Instandsetzungsmaßnahmen. Zu den zentralen Baumaßnahmen gehören:

  • die Erhöhung des rund 630 Meter langen Damms,
  • die vollständige Erneuerung der bituminösen Schutzschicht (Mastix) der wasserseitigen Asphaltbetonaußendichtung sowie
  • die Erneuerung und Erhöhung der Wellenumlenker auf der Dammkrone, um die Anlage an künftig höhere Bemessungsgrenzen für Hochwasserereignisse anzupassen.

Da die Arbeiten tief an der wasserseitigen Dammoberfläche ansetzen, war Anfang März 2025 eine Entleerung des Beckens erforderlich. Um die Entleerungsphase möglichst kurz zu halten, wurden alle stauabhängigen Arbeiten gebündelt, die stauunabhängigen Arbeiten laufen nun weiter, während der Stauraum bereits wieder angestaut ist. Die Restarbeiten am Damm werden so koordiniert, dass sie sich in das Stauregime zeitlich einbinden.

Die Hochwassersicherheit bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Zusätzlich überwacht ein engmaschiges Wassergüte-Monitoring den Verlauf, mit Messstellen vom Zulauf bis zur Mündung in die Werra. Die Thüringer Fernwasserversorgung rechnet mit einem Abschluss der Arbeiten bis Ende 2026.

Hochwasserschutz für die Region

Das HRB Ratscher erfüllt seit 1983 eine zentrale Funktion im Hochwasserschutz entlang der Werra. Es schützt Anwohner*innen unterhalb der Schleuse sowie die Unterlieger ab Themar und wirkt im Verbundsystem mit der Talsperre Schönbrunn und dem Hochwasserrückhaltebecken Grimmelshausen. Diese koordinierte Steuerung verhindert, dass Hochwasserscheitelwellen aus der Werra und der Schleuse mit ihren Zuflüssen zeitgleich auf die Unterlieger zusammentreffen.

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