Spatenstich für neue Fernwasserleitung

Start der Baumaßnahmen zur Anbindung an das Fernwassernetz

Herbsleben – Am 28. Februar war der symbolische Spatenstich zum offiziellen Baustart für den Anschluss der Gemeinden im Trinkwasserzweckverband „Verbandswasserwerk Bad Langensalza“ an das Fernwassernetz. Ab 2022 soll Fernwasser aus der Talsperre Ohra im gesamten Verbandsgebiet fließen.

v. l.: Thomas Stepputat (Geschäftsführer der Thüringer Fernwasserversorgung), Reinhard Mascher (Bürgermeister Herbsleben), Anja Siegesmund (Umweltministerin), Matthias Reinz (Verbandsvorsitzender), Matthias Vogt (Werkleiter Trinkwasserzweckverband)
v. l.: Matthias Vogt (Werkleiter Trinkwasserzweckverband), Thomas Stepputat (Geschäftsführer der Thüringer Fernwasserversorgung), Anja Siegesmund (Umweltministerin), Matthias Reinz (Verbandsvorsitzender), Reinhard Mascher (Bürgermeister Herbsleben)

Umweltministerin Anja Siegesmund betonte in ihrer Ansprache „Gutes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit und es ist gut, dass es Partner wie die Thüringer Fernwasserversorgung gibt, die dafür sorgen.“

Thomas Stepputat, Geschäftsführer der Thüringer Fernwasserversorgung, sicherte die Versorgung mit Trinkwasser aus der Talsperre zu. Der Anschluss vom Verbandswasserwerk Bad Langensalza mit jährlich rund 1,7 Millionen Kubikmeter Fernwasser leistet einen Beitrag zum stabilen Fernwasserpreis für alle Verbände in Thüringen.

Bis das Fernwasser aus der Talsperre Ohra bis in die rund 11.0000 Haushalte im Verbandsgebiet fließen kann, sind Baumaßnahmen bei beiden Partnern notwendig.

Anschluss an die bestehende Fernwasserleitung

Anbindung bei Friemar

Von Friemar zum Ascharaer Kreuz
Die Anbindung an die Hauptleitung der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW), den sogenannten Westring von der Ohra bis nach Erfurt, ist bei Friemar bereits gelegt. Am Ascharaer Kreuz wird die Übergabe vom Fernwassernetz an das örtliche Netz des Verbandswasserwerkes Bad Langensalza erfolgen. Rund 16 Kilometer Fernwasserleitung und Steuerungstechnik werden bis zum Ascharaer Kreuz verlegt. Verschiedene Trassenverläufe werden abgewogen.

Vor Beginn der Baumaßnahmen wird noch der Umzug des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters organisiert und die Böden werden archäologisch untersucht. Auch die Brutzeit im Vogelschutzgebiet Nessetal muss in die Baumaßnahmen eingeplant werden. Zu berücksichtigen sind weiterhin die Hochdruck-Gas-Trasse und die Bahnstrecke Gotha-Bad Langensalza, welche gekreuzt werden. Der nördlich von Westhausen gelegene Windpark soll ebenfalls durchquert werden.

Von 40 auf 4 Grad deutscher Härte

In drei Bauabschnitten beabsichtigt das Verbandswasserwerk Bad Langensalza die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet bis 2022 auf weiches Fernwasser umzustellen.

  1. Fernwasserleitung vom Hochbehälter Dachwig bis zum Hochbehälter Herbsleben
  2. Fernwasseranschluss und Übergabeschacht Ascharaer Kreuz bis Hochbehälter Roter Berg
  3. Verbindungsleitung Bad Langensalza - Versorgungsgebiet Bad Tennstedt I Herbsleben

Matthias Reinz, Verbandsvorsitzender des Trinkwasserzweckverbandes und Bürgermeister der Stadt Bad Langensalza, bekräftigt das Vorhaben. Langjährige und ausgiebige Planungsphasen mit verschiedenen Varianten für weicheres Wasser gingen dem Vorhaben voraus. Auch die Vielzahl von Kundenanfragen und rund 30 Bürgerversammlungen führten zu der Entscheidung für die Umstellung auf Fernwasser.

Die Einheitsgemeinde Herbsleben wird im ersten Bauabschnitt angeschlossen. Bürgermeister Reinhard Mascher ließ den Weg von den Anfängen der Wasserversorgung mit Wasserengpässen in der Region bis zum heutigen Spatenstich Revue passieren und freut sich, auch etwas für zukünftige Generationen bewirken zu können.

Die dafür erforderlichen Gesamtbaukosten aller Maßnahmen des Verbandswasserwerkes Bad Langensalza zum Anschluss an die Fernwasserversorgung und Verteilung im Versorgungsgebiet betragen 8,9 Mio. Euro. Gefördert wird das Vorhaben vom Freistaat Thüringen mit einem Zuschuss von 4,0 Mio. Euro aus dem Landeshaushalt.

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