Talsperre Leibis/Lichte: Tests der Verschlussarmaturen

Von November bis März kommenden Jahres prüft die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) die Funktionsfähigkeit der Verschlussarmaturen an der Talsperre Leibis/Lichte. Bei den Nassproben kommt es durch das kurzzeitige Öffnen der Regelorgane an den drei Grundablässen zu zeitweise erhöhten Wasserabgaben in das Wildbett der Lichte.

Erhöhte Wasserabgabe an die Lichte und die Schwarza

Verschlussarmaturen werden nacheinander geöffnet und geschlossen

Bei den geplanten Tests schießen schwallartig bis zu 12.000 Liter in der Sekunde durch die Grundablassrohre in das Tosbecken der Talsperre und anschließend in die Lichte. Dabei wird die Funktionsfähigkeit der drei Verschlussarmaturen nacheinander kontrolliert. Die Armaturen werden im Normalbetrieb nur bei seltenen, abflusswirksamen, sehr starken Niederschlägen geöffnet, und müssen für diese Fälle einsatzbereit sein. Auch wenn die gewaltige Wasserkraft im Tosbecken beruhigt wird, kommt es an den Probetagen entlang der Lichte und in Folge in der Schwarza zu kurzfristig erhöhten Wasserständen und Fließgeschwindigkeiten. Die Abgabemengen bewegen sich im behördlich genehmigten Maß. Die erhöhten wetterunabhängigen Wassermengen sind in den Flüssen Lichte und Schwarza entlang der Ortschaften Unterweißbach, Sitzendorf, Schwarzburg, bis nach Bad Blankenburg und in geringem Maß auch im Verlauf der Saale zu verzeichnen. Die notwendigen Nasstests werden im Winterhalbjahr durchgeführt, um die ökologischen Auswirkungen minimal zu halten. In den Sommermonaten werden sogenannte trockene Proben durchgeführt, um die Wassertemperatur der Lichte und Schwarza nicht zu beeinflussen.

Vor allem Anwohner sollten sich auf die erhöhten Abgaben einstellen und die Gefahren meiden. Die unerwarteten Wassermengen können insbesondere für spielende Kinder und Angler eine Gefährdung darstellen. Die Wartungsarbeiten finden jeweils zwischen 7.00 Uhr und 16:00 Uhr an folgenden Tagen statt:

22.11.2021
20.12.2021
20.01.2022
21.02.2022
21.03.2022

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