Beide Turmkammern im Entnahmeturm erfolgreich saniert
Das umfangreiche Generationenprojekt an der Talsperre Schönbrunn hat einen weiteren entscheidenden Fortschritt erzielt. In dem rund 76 Meter hohen Wasserentnahmeturm wurde die erste Turmkammer bereits im Frühjahr 2025 saniert. Nachdem diese Maßnahme abgeschlossen war, ist nun auch die zweite Turmkammer erfolgreich instandgesetzt worden.
Am 22. Januar 2026 erfolgte die abschließende technische Inspektion durch Fachleute der Thüringer Fernwasserversorgung sowie der Stauanlagenaufsicht. Mit dieser Prüfung ist der Weg frei, die Kammer wieder mit Wasser zu befüllen und wieder in den Regelbetrieb zu überführen.
Komplexe Arbeiten im Herzstück der Wasserentnahme
Der Wasserentnahmeturm der Talsperre, ein sogenannter Nassturm, steht permanent unter Wasser und ermöglicht die flexible Entnahme aus unterschiedlichen Tiefen. Die Modernisierung beider Turmkammern war ein technisch anspruchsvoller Schritt und zentraler Bestandteil der Gesamtmaßnahme.
Im Rahmen der Sanierung wurden:
- die Stahlwasserbauausrüstung vollständig erneuert,
- moderne Mess‑, Steuer‑ und Regeltechnik installiert,
- Arbeiten unter laufendem Betrieb durchgeführt, da stets eine Turmkammer die Versorgung gewährleistete,
- Taucheinsätze in großer Tiefe realisiert sowie
- logistische Herausforderungen in den engen Räumen des Turminneren gemeistert.
Mit dem Abschluss dieser Arbeiten ist ein zentraler Teil der technischen Infrastruktur für die kommenden Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt.
Modernisierung für die nächsten Generationen
Die Erneuerung der Turmkammern ist ein wesentlicher Baustein der laufenden Generalinstandsetzung der Talsperre Schönbrunn. In den kommenden Jahren werden weitere zentrale Bereiche im Rahmen der Generalinstandsetzung saniert, darunter:
- die Rohrleitungen und Armaturen im Inneren des Dammbauwerks,
- die Asphaltbetondichtung,
- verschiedene Betonbauteile,
- die Vorsperre
- Pegel‑ und Messtechnik sowie
- wasserwirtschaftliche Anlagen zur Verbesserung der Betriebssicherheit.
„Dieses Projekt steht sinnbildlich für die Herausforderungen unserer Zeit“, erklärt der Dr. Jens Sauerwein, Leiter Stauanlagen Mittelthüringen. „Wir erhalten eine wichtige Infrastruktur, modernisieren sie umfassend und sorgen dafür, dass die Trinkwasserversorgung für kommende Generationen gesichert bleibt.“