TS Blankenburg: Reparatur abgeschlossen

Die Arbeiten an der Talsperre Blankenburg sind pünktlich zum Beginn des kalendarischen Winters beendet. In den letzten Wochen wurden durch die Thüringer Fernwasserversorgung die Steuerungsorgane an der Stauanlage erneuert. Im Zuge der Maßnahme wurde der entleerte Stauraum vermessen und die wasserseitigen Anlagenteile kontrolliert.

Anlage wird durch Fernebach gestaut

Kollegen der Thüringer Fernwasserversorgung beim Freilegen des alten Schiebers

Für den Austausch des wasserseitigen Schiebers musste die 30.000 Kubikmeter fassende Anlage entleert werden. Ende Oktober erfolgte das Abfischen der Talsperre Blankenburg. Damals waren eine Vielzahl von Helfern des örtlichen Angelverbandes und weitere tatkräftige Unterstützer im Einsatz, um die Fische in ihr Zwischenquartier – das Freibad Kirchheilingen - umzusetzen. Sobald ein ausreichender Pegelstand in der Stauanlage erreicht ist, werden sie wieder in ihrer gewohnten Heimat eingesetzt. Der Zufluss erfolgt durch den Fernebach. Über den gesamten Zeitraum des Anstaus hinweg prüft die Thüringer Fernwasserversorgung engmaschig die Funktionsweise der neuen Regelorgane.

Mit dem neuen Schieber kann die Anlage wieder sicher bewirtschaftet werden. Ursprünglich war die Reparatur für Februar 2021 vorgesehen. Damals konnte kein passendes Ausweichgewässer für die Fische gefunden werden. Über die Sommermonate pausierte das Vorhaben, da die Abfischung kühlerer Temperaturen bedurfte. Im Zuge der Maßnahme wurden ebenfalls Instandhaltungen an den Außenanlagen, wie Reparaturen am Laufsteg oder an der Zufahrtsschranke, vorgenommen.

Stauanlage gehört zu den herrenlosen Speichern

Entleerte Stauanlage

Die Talsperre Blankenburg zählt zu den herrenlosen Speichern gemäß dem § 33 Thüringer Wassergesetz. Die Sicherung des technischen und wirtschaftlichen Betriebs der Anlagen ging mit Inkrafttreten des Gesetzes im Juni 2019 in vollem Umfang auf die Thüringer Fernwasserversorgung über. Mittelfristig sollen jene Talsperren saniert werden, die für eine Aufgabenerfüllung des Landes erforderlich sind – das gibt das Gesetz als Orientierung vor. Jede Anlage wird für sich geprüft. Dabei werden unter anderem Aspekte des Naturschutzes sowie agrarstrukturelle und landeskulturelle Interessen betrachtet. Auch Gemeinden steht es offen, die Anlagen zu übernehmen.

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