Umbauten am HRB Meerchen/Gößnitz

Bald fließt das Meerchen im neuen Flussbett

Am Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Meerchen/Gößnitz finden seit Juni 2021 umfangreiche Tief- und Wasserbauarbeiten statt. Nach festgestellten Defiziten bei der Hochwassersicherheit des HRB Meerchen/Gößnitz und aufgrund baulicher Schädigungen an den Massivbauwerken wurde der grundlegende Umbau der Anlage notwendig. Ziel ist die Umgestaltung der Stauanlage zu einer Hochwasserschutzanlage. Die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) verlegt dazu den Lauf des Meerchens über die bisherige Hochwasserentlastungsanlage und den Umfluter auf kurzem Weg direkt zur Pleiße, ohne dass dafür zukünftig ein Aufstau erforderlich ist.

Durch die Umverlegung des Gewässers und die damit verbundene Tieferlegung wurden vorhandene Bauwerke der Stauanlage, wie Absturzbauwerk und Merlachbachdüker, zurückgebaut, umverlegt und das Abflussprofil im Brückenbauwerk gesichert. Zur Herstellung einer Mindestwasserhöhe bei Niedrigwasser und somit zur Gewährleistung der ökologischen Durchgängigkeit des Gewässers wurden Querriegel aus Steinschüttung errichtet.

Für die gesteuerte Einspeisung von Frischwasser in den bestehenden Altlauf des Meerchens in der Stadt Gößnitz ist der Neubau einer Rohrleitung mit einem neuen Ausleitungsbauwerk vorgesehen. Die Arbeiten hierfür beginnen in der ersten Märzwoche. Während der rund vierwöchigen Arbeiten kann kein Wasser in die Stadt geleitet werden.

Die Umgestaltung des HRB Meerchen/Gößnitz sollte ursprünglich im Januar 2022 zum Abschluss kommen. Infolge der häufigen Niederschlagsereignisse im Jahr 2021 kam es an der Stauanlage zu deutlich mehr Einstauereignissen als in den Vorjahren. In dieser Zeit mussten die Bauarbeiten ruhen und im Anschluss das Baufeld erneut hergerichtet werden. Hierdurch kam es zu Verzögerungen im Bauablauf. Noch zu erledigende witterungsabhängige Arbeiten können erst mit dem Einsetzen von milderen Temperaturen durchgeführt werden. Die jetzigen Planungen der TFW gehen von einer Fertigstellung im Mai 2022 aus. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,4 Millionen Euro (brutto).

Zurück