Warnung: Zugefrorene Talsperren nicht betreten

Trinkwassertalsperre Ohra

Mit den eisigen Temperaturen erscheinen auch die rund 120 Stauanlagen der Thüringer Fernwasserversorgung im Winterkleid. Deren gefrorene Eisschichten verlockt Spaziergänger oder Freizeitsportler zum Schlittschuhlaufen. Die Thüringer Fernwasserversorgung weist auf die Warnschilder am Staubecken hin. Die Gefahr, dass das Eis bricht, ist unabhängig von dessen Stärke extrem hoch.

Die vermeintlich stabile Schicht trügt. Anders als bei natürlichen Seen schwankt an Talsperren der Wasserspiegel. Ist die Eisdecke geschlossen und das Wasser darunter senkt sich, entstehen Hohlräume und es kommt zu Bruchstellen in der Eisschicht. Die trügerisch anmutend geschlossene Eisdecke wird so zur lebensbedrohlichen Falle. Die Eisfläche ist nicht tragfähig.

Die Eisflächen haben vor allem auf Kinder und Jugendliche eine große Anziehungskraft. Sie sollten von ihren Eltern oder Lehrern und Erziehern über die Gefahren aufgeklärt werden. Auch Hundebesitzer sind gehalten, ihre Tiere nicht auf die Eisflächen zu lassen. Wenn das Eis bricht, können sie ihrem Hund selbst nicht zu Hilfe kommen.

Schutz der Betriebseinrichtungen

Trinkwassertalsperre Neustadt

Die wesentlichen Betriebseinrichtungen der großen Stauanlagen werden durch Eisfreihalteanlagen geschützt. Aufsteigende Luftblasen verhindern die Bildung einer geschlossenen Eisdecke an beispielsweise den Wasserentnahmetürmen und Mauerbereichen.

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