Vertrag für Fernwasser besiegelt

Rechtlicher Rahmen für Wasserlieferung an Bad Langensalza steht

v.l. Thomas Stepputat, Matthias Reinz

Bad Langensalza – Der Wechsel von 38° deutscher Härte auf 3-4° ist beschlossen. Matthias Reinz, Bürgermeister und Verbandsvorsitzender des Verbandswasserwerkes Bad Langensalza, und Thomas Stepputat, Geschäftsführer der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) besiegelten am 6. Dezember mit ihrer Unterschrift die zukünftige Wasserversorgung mit Fernwasser.

„Wir standen in partnerschaftlichen Gesprächen und Verhandlungen für ein gemeinsames Ziel – Bad Langensalza mit weichem Fernwasser zu versorgen“, beschreibt Thomas Stepputat die Vorrunden der Vertragsverhandlung. Der Rahmen für Abnahmemengen, Preise, Lieferbeginn und viele andere Dinge sind nun für die kommenden 20 Jahre festgelegt. Bereits ab 1. Januar 2019 ist im Vertrag eine Vorhalteleistung von 50 000 Kubikmeter pro Jahr für die Versorgung von Dachwig vereinbart.

Das seit 20 Jahren immer wieder neu angedachte Projekt wird in den nächsten drei Jahren realisiert. Die Vorplanungen für den Anschluss der restlichen Gebiete laufen auf beiden Seiten bereits seit einiger Zeit. Die TFW arbeitet derzeit den optimalen Trassenverlauf für die rund 16 Kilometer neu zu verlegende Fernwasserleitung und Steuerungstechnik aus. Am Ascharaer Kreuz wird die Übergabe vom TFW-Netz an das örtliche Netz des Verbandswasserwerkes Bad Langensalza erfolgen. Die Anbindung von der Hauptleitung, dem sogenannten Westring von der Ohra bis nach Erfurt, ist bei Friemar bereits gelegt. Vor dem ersten Spatenstich wird noch der Umzug des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters organisiert und die Böden werden archäologisch untersucht. Auch die Brutzeit im Vogelschutzgebiet Nessetal muss in die Baumaßnahmen eingeplant werden.

Für die Abnahme des Fernwassers werden auf Seiten des Verbandswasserwerkes Bad Langensalza fünf Kilometer bis zum Abnahmepunkt am Ascharaer Kreuz neu verrohrt. Insgesamt wird der Verband 16,5 Kilometer Rohre verlegen. Unterstützung erhält Bad Langensalza mit 4,7 Millionen Euro durch das Land Thüringen, die restlichen 60 Prozent bringt das Verbandswasserwerk selbst auf. Die Vertragsparteien gehen von 1,7 Millionen Kubikmeter Fernwasser aus, welches jährlich im gesamten Gebiet um Bad Langensalza, Dachwig und Bad Tennstedt fließen wird.

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