Talsperre Dachwig

Die nordwestlich von Erfurt gelegene Talsperre Dachwig staut den Jordan, einen Zufluss der Gera. Sie wurde 1976 fertiggestellt und diente bis 1990 landwirtschaftlichen Bewässerungszwecken. Heute gehören der Hochwasserschutz und die Niedrigwasseraufhöhung zu den Hauptnutzungen der Talsperre.

Die Schüttung des Staudammes bilden bindende Erdstoffe wie Lehm, Löss, Schwemmlehm und verwitterter Tonstein. Der Damm steht auf geologisch günstigem Untergrund, sodass keine zusätzlichen Dichtungsmaßnahmen nötig waren. Das Absperrbauwerk vereint Grundablässe und Hochwasserentlastung in einem Bauwerk.

Bei Anglern ist die Talsperre Dachwig sehr beliebt, da sie einen großen Bestand an Großkarpfen, Zandern, Aalen, Hechten, Schleien und Plötzen aufweist.

Blick vom Ufer auf die Talsperre Dachwig
Talsperre Dachwig

Talsperre im Vogelschutzgebiet

Die Talsperre Dachwig liegt im Vogelschutzgebiet "Fahnersche Höhe". Das Gebiet weist eine hohe Population an Enten, Gänsen und Kormoranen auf. Inmitten des Stausees befindet sich eine Insel, die den Wasservögeln als Nistplatz dient. Diese ist gleichzeitig ein beliebter Rastplatz für die Kormorane, die zwischen August und Oktober auf ihrem Weg Richtung Süden durch Thüringen ziehen. An manchen Herbsttagen bevölkern Hunderte Vögel den Speichersee Dachwig.

Wasser für die Landwirtschaft

Die Talsperre Dachwig liefert Rohwasser für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in niederschlagsarmen Perioden. So nutzt beispielsweise die Geratal Agrar GmbH und Co. KG in Andisleben das Talsperrenwasser für die Beregnung ihrer Pfefferminzpflanzen.

Technische Daten

Bauzeit 1974 - 1976
Inbetriebnahme 1976
Typ des Absperrbauwerks Erdschüttdamm
Höhe über der Gründungssohle 11,3 m
Kronenlänge 748 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 52.000 m³
Stauraum (Vollstau) 2,1 Mio. m³
Wasserfläche (Vollstau) 0,96 km²
Stauziel (Vollstau) 181,80 m über HN

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