Talsperre Großbrembach

Die Talsperre Großbrembach staut die Scherkonde. Sie dient vordergründig dem Hochwasserschutz sowie der Niedrigwasseraufhöhung. Die Stauziele variieren zwischen Sommer und Winter. Somit kann im Sommer ein Hochwasserrückhalteraum von 0,5 Millionen Kubikmetern und im Winter von 1,42 Millionen Kubikmetern geschaffen werden. Die Talsperre dient zudem der Brauchwasserbereitstellung für landwirtschaftliche Betriebe sowie der Naherholung.

Talsperre Großbrembach

Das Absperrbauwerk der Talsperre Großbrembach bildet ein homogener Erdschüttdamm aus Auelehm, der aus einer nahegelegenen Baugrube gewonnen wurde. An der geböschten Wasserseite wurde zunächst eine Deckschicht aus Kupferschlacke aufgebracht, die später großflächig durch eine Steinschüttung ersetzt wurde. An der luftseitigen Böschung wurde Kulturboden aufgebracht. Bei der Anlage handelt es sich um ein Komplexbauwerk, dass mit Grundablässen und Hochwasserentlastung beide Entnahmeeinrichtungen in einem Bauwerk vereint.

Die Betriebseinrichtungen der Talsperre Großbrembach wurden Mitte der 1990er Jahre aufwendig saniert. Im Zuge der Instandsetzungsmaßnahmen wurde eine Lamelle des Überfallschachtes der Hochwasserentlastung zu einem begehbaren Schieberschacht umgebaut.

Sauerstoffkur für den Stausee

Aufgrund zu hoher Nährstoffeinträge im Wasser und das dadurch bedingte erhöhte Algenwachstum hat die Thüringer Fernwasserversorgung im Sommer 2019 erstmals Sauerstoffmatten auf dem Grund der Talsperre verlegt. Diese sollen für eine bessere Durchmischung der kälteren Wasserschichten am Grund der Talsperre mit den wärmeren Schichten an der Wasseroberfläche sorgen. Druch die Maßnahmen können der pH-Wert an der Oberfläche gesenkt und das Algenwachstum eingedämmt werden. Als positiver Nebeneffekt wird der Lebensraum für Fische vergrößert.

Seit Beginn der Maßnahmen werden besonders in den wärmeren Sommermonaten 14-tägige Qualitätsmessungen durchgeführt. Die Auswertung der Daten erfolgt in enger Abstimmung mit Behörden, Kommunalvertretern und dem Abwasserzweckverband. Perspektivisch wird eine gemeinsame Lösung zur Verringerung der Nährstoffeinträge in das Talsperrenwasser aus kommunalen Abwässern angestrebt.

Technische Daten

Bauzeit 1971 - 1973
Inbetriebnahme 1974
Typ des Absperrbauwerks Erdschüttdamm
Höhe über der Gründungssohle 14,9 m
Kronenlänge 287 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 90.000 m³
Stauraum (Vollstau) 2,55 Mio. m³
gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum saisonabhängig
Wasserfläche (Vollstau) 0,55 km²
Stauziel (Vollstau) 175,50 m über NN

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