Talsperre Hohenleuben

Die Talsperre Hohenleuben im Thüringer Vogtland wird im Verbund mit den Talsperren Weida und Zeulenroda betrieben. Sie staut die Leuba, die wenige Kilometer unterhalb der Sperrstelle in die Weida mündet. Das Einzugsgebiet besitzt eine Fläche von 41,6 Quadratkilometern. Die garantierte Mindestabgabe in das Wildbett der Leuba ist monatlich gestaffelt, beträgt jedoch mindestens 20 Liter pro Sekunde. Die Talsperre wird auch "Leubatalsperre" genannt.

Talsperre Hohenleuben

Die Talsperre Hohenleuben wurde in den Jahren 1975 bis 1982 zur Niedrigwasseraufhöhung im Unterlauf der Weida und zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen erbaut. Die Wasserentnahme für die landwirtschaftliche Produktion wurde Ende der 1980er Jahre eingestellt. Im Jahr 2018 erfolgte eine Neuordnung der wasserwirtschaftlichen Nutzung durch die Einrichtung variabler Sommer- und Winterhochwasserrückhalteräume. Die Talsperre dient heute auch der Naherholung und der Fischaufzucht. In dem als fischreich geltenden Gewässer sind unter anderem Aal, Barsch, Hecht sowie Wels und Zander heimisch.

Beim Absperrbauwerk handelt es sich um einen Steinschüttdamm mit geneigter Lehminnendichtung. Die Stützkörperschüttung wurde in einem Tonschiefersteinbruch im Stauraum gewonnen, aus dem auch die Lehmentnahme für das Dichtungselement des Dammes erfolgte. Die Talsperre Hohenleuben verfügt über ein Komplexbauwerk, in dem die Entnahmeanlagen (die beiden Grundablässe und die Hochwasserentastungsanlage) installiert sind. Wasserseitig ist dem Bauwerk ein Einlaufbauwerk mit Grobrechen-Einlauf vorgelagert, das aus zwei Kammern besteht, die durch eine Mittelwand voneinander getrennt sind.

Die Grundablässe wurden 2016 mit einschwimmbaren Verschlüssen als Revisionsverschlüsse ausgestattet. In der Schieberkammer des Komplexbauwerks sind je eine Drosselklappe (DN 600) als Schnellschlussarmatur sowie je ein Ringkolbenventil als Regelorgan angeordnet. Vom rechten Grundablass zweigt eine Wildbettabgabeleitung (DN 150) ab.

Technische Daten

Bauzeit 1975 - 1982
Inbetriebnahme 1981
Typ des Absperrbauwerks Steinschüttdamm mit geneigter Lehminnendichtung
Höhe über Gründungssohle 32,8 m
Kronenlänge 252 m
Kronenbreite 4,2 m
Bauwerksvolumen 250.000 m³
Stauraum (Vollstau) 4,96 Mio. m³
gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum 0,00 Mio. m³
Wasserfläche 0,57 km²
Stauziel (Vollstau) 305,15 m über HN

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