Talsperre Zeulenroda

Die Talsperre Zeulenroda staut die Weida. Die Talsperre steht im Verbund mit den Talsperren Weida und Lössau und dient dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung sowie der Naherholung. Bis zum Jahr 2012 realisierte sie außerdem die Rohwasserbereitstellung zur Trinkwasserversorgung. Die Trinkwasserversorgung Ostthüringens wurde im selben Jahr durch die Talsperre Leibis/Lichte abgelöst.

Talsperre Zeulenroda

Der Stützköper des Staudammes besteht aus Diabas. Als Dichtungselement wurde eine geneigt angeordnete Lehminnendichtung mit einer vor- und nachgelagerten Übergangsschicht aus Tonschiefer eingebaut. Die wasserseitige Schutzschicht wurde ebenfalls aus Diabas gepackt. Der durch Injektionen hergestellte 362 Meter lange und bis zu 40 Meter tiefe Dichtungsschleier dient der Untergrund- und Flankenabdichtung zur Verhinderung von Unter- und Umströmungen des Absperrbauwerks.

Die Hochwasserentlastungsanlage ist im Bereich des rechten Hangs angeordnet. Sie besteht aus dem Schachtüberfall mit senkrechtem Fallschacht und Krümmer, dem Hochwasserentlastungsstollen und dem Tosbecken. Der für die Talsperre charakteristische, 49 Meter hohe Entnahmeturm befindet sich an der tiefsten Stelle des Stauraums am Steilufer des rechten Hangs. In ihm sind sämtliche Armaturen und Betriebseinrichtungen zur Steuerung der Talsperre angeordnet.

Die Unterlaufabgaben aus der Talsperre können über die Entnahmeleitung (DN 800) aus zwei verschiedenen Entnahmehöhen oder über die Grundablassleitungen (DN 1200) erfolgen, an welche sich im Fels des rechten Hangs die Strahlkammer und der Grundablassstollen, der in den Hochwasserentlastungsstollen mündet, anschließen. Als Verbindung vom Festland zum Kopf des Entnahmeturms dient eine 105 Meter lange und vier Meter breite Spannbetonbrücke.

Der Talsperre Zeulenroda ist die Vorsperre Riedelmühle vorgelagert. Diese schützt den Stauraum der Hauptsperre vor Verlandung, hält Nährstoffe zurück und verhindert ein Trockenfallen der Stauwurzel.

Naherholung an der Talsperre

Zeulenroda-Triebes umschließt mit seinen Ortsteilen die große Wasserfläche der Talsperre Zeulenroda, die von den Bewohnern liebevoll als "Zeulenrodaer Meer" bezeichnet wird. Die Region ist ein Paradies zum Baden, Bootfahren, Wandern, Nordic Walking, Segeln, Radfahren und Tauchen.

Der Rundwanderweg um die Talsperre wurde im Jahr 2006 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Zur Nachzertifizierung im Jahr 2009 wurden weitere 25 Kilometer Wanderweg hergestellt. 2012 erhielt der Zeulenrodaer Talsperrenwanderweg zum dritten Mal das Gütesiegel des Deutschen Wanderverbandes.

Technische Daten

Bauzeit 1969 - 1974
Inbetriebnahme 1977
Typ des Absperrbauwerks Steinschüttdamm mit geneigter Lehminnendichtung
Höhe über Gründungssohle 41,5 m
Kronenlänge 288 m
Kronenbreite 6 m
Bauwerksvolumen 359.000 m³
Stauraum (Vollstau) 30,42 Mio. m³
gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum 7,62 Mio. m³
Wasserfläche (Vollstau) 2,45 km²
Stauziel (Vollstau) 355,60 m über NN

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