Modernisierung sichert Trinkwasserversorgung der Region

Die Fernwasserleitung bei Ohrdruf verläuft unscheinbar unter der Erde und ist seit mehr als 60 Jahren eine der wichtigsten Lebensadern der Region. Täglich fließen durch die Rohre rund 1,5 Millionen Liter Trinkwasser von der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Luisenthal durch Ohrdruf und versorgt damit zuverlässig zahlreiche Menschen in Mittel- und Nordthüringen mit hochwertigem Trinkwasser aus der Talsperre Ohra.

Um diese Versorgung auch künftig sicherzustellen, startet die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) eine umfangreiche Modernisierungsmaßnahme. Von August 2026 bis April 2027 wird ein rund 1.370 Meter langer Abschnitt der Leitung grundlegend modernisiert. Die Bauarbeiten erstrecken sich von der Straßenquerung der Suhler Straße auf Höhe der Berufsschule in Ohrdruf bis zur Umverlegung der B 88 im Bereich der Scherershüttenstraße.

Im Zuge der Maßnahme wird die bestehende Spannbetonleitung durch eine moderne Stahlrohrleitung ersetzt. Damit die Trinkwasserversorgung während der Bauzeit uneingeschränkt gewährleistet bleibt, wird die neue Leitung auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern parallel zur bestehenden und während der Bauzeit weiterhin in Betrieb befindlichen Leitung verlegt. Erst nach Fertigstellung erfolgt die Anbindung an das bestehende Netz.

Für die Dauer der Bauarbeiten kommt es zu Verkehrseinschränkungen. Die zu querenden Straßen Scherershüttenstraße und Müllersweg sind zeitweise gesperrt und werden während der Bauzeit nicht zeitgleich gesperrt, so dass die Zugänglichkeit der Anwohner erhalten bleibt. Die Umleitung für den Müllersweg erfolgt über die Scherershüttenstraße, die Umleitung der Scherershüttenstraße erfolgt über den Müllersweg und Bahnhofstraße mit Anschlüssen über Feldwege. Um die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering zu halten, werden unter anderem regelmäßige Straßenreinigungen im Umfeld der Baustelle durchgeführt. Trotz dieser Maßnahmen lassen sich vorübergehende Einschränkungen durch Baustellenverkehr und Bauarbeiten nicht vollständig vermeiden. Die TFW bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger hierfür um Verständnis.

Mit dieser Investition stärkt die TFW die Trinkwasserinfrastruktur nachhaltig und schafft die Voraussetzungen für eine sichere und zuverlässige Versorgung der Region auch in den kommenden Jahrzehnten.

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