Thüringer Fernwasserversorgung will stärker mit Waldakteuren zusammenarbeiten

Eine Mitarbeiterin der Thüringer Fernwasserversorgung steht an einer Tafel mit Bildern und Grafiken zum Thema "Wasserqualität". Ihren Ausführungen lauschen aufmerksam Mitarbeitende von Thüringen Forst.
Fachbiologin Wasserqualität Sabrina Andrick veranschaulicht, wie Extremwetterereignisse die Rohwasserqualität beeinträchtigen können. Foto: TFW/Barthel
Die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) hatte kürzlich Verantwortliche für Waldflächen an ihren Trinkwassertalsperren zum Informations- und Erfahrungsaustausch eingeladen. Die Veranstaltung in Luisenthal richtete sich an Revierleitende sowie Privatwaldbesitzer:innen mit Flächen in den Einzugsgebieten der TFW-Trinkwassertalsperren. Ziel der Veranstaltung war es, die Teilnehmenden für den Aufbau eines sog. Wasserschutzwaldes zu gewinnen. Der Klimawandel verändert unsere Wälder und stellt die Forst- und die Wasserwirtschaft gleichermaßen vor Herausforderungen. Menschliche und vor allem maschinelle Eingriffe im Wald schaden dem Waldboden zusätzlich und beeinträchtigen die Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Dies ist jedoch gerade in Trinkwasserschutzgebieten wichtig, da ein gesunder Boden aufgrund seiner Filter- und Pufferfunktion Nährstoffe und Schadstoffe zurückhält, die ansonsten ungehindert ins Rohwasser abfließen würden. Anschauliche Beispiele dafür lieferten die Mitarbeitenden der Thüringer Fernwasserversorgung an verschiedenen interaktiven Stationen.
Eine Wandtafel mit einer Landkarte eines Trinkwasserschutzgebietes auf die Fotos aufgeklebt sind. Die Fotos zeigen unter anderem verunglückte Forstmaschinen und die Auswirkungen, welche diese auf die Waldwege und damit auf die Bodenerosion haben.
Eingriffe im Wald haben Auswirkungen auf die Rohwasserqualität und den Hochwasserschutz. Foto: TFW/Barthel
Die Veranstaltung hat für den gemeinsamen Auftrag – den Schutz von Wald und Trinkwasser – sensibilisiert und bereits erste Kooperationsprojekte angestoßen. So wollen die TFW und ihre Partner in Sachen Wald beispielsweise bei Renaturierungsprojekten, beim Erosionsschutz und Wasserrückhalt künftig noch enger zusammenarbeiten.

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