HRB Straußfurt: Planfeststellungsbeschluss liegt vor
Aktuelles
Für die Erweiterung und Instandsetzung des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Straußfurt liegt nun der entscheidende Genehmigungsschritt vor: Mit Beschluss vom 29. April 2026 hat das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) das Vorhaben planfestgestellt. Damit ist ein zentraler Meilenstein des Großprojektes erreicht und der Weg für die nächsten Umsetzungsschritte frei.
Das Hochwasserrückhaltebecken Straußfurt ist seit über 65 Jahren ein zentraler Bestandteil des Hochwasserschutzes an der Unstrut. Im Rahmen der geplanten Instandsetzung wird die bestehende Anlage nicht nur technisch ertüchtigt, sondern auch deutlich erweitert: Der bisherige Rückhalteraum von rund 18 Millionen Kubikmetern wird um mehr als ein Drittel auf künftig rund 28 Millionen Kubikmeter vergrößert. Das ist die Wassermenge, um die Münchner Allianzarena neunmal komplett zu fluten. Damit kann das Becken künftig deutlich mehr Wasser zurückhalten und Hochwasserscheitel noch wirksamer abmildern, ein wesentlicher Beitrag zum verbesserten Schutz der unterliegenden Gemeinden und Infrastruktur entlang der Unstrut.
Mehrjähriges Planungs- und Genehmigungsverfahren erfolgreich abgeschlossen
Am 13. April begann der saisonale Teileinstau auf rund fünf Millionen Kubikmeter Wasser für die diesjährigen Sommermonate. Das Stauziel wurde mittlerweile erreicht. Foto: TFW/Renner
Dem nun vorliegenden Planfeststellungsbeschluss ging ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. Im Rahmen des Hochwasserschutzkonzepts für das Unstrut Einzugsgebiet wurde frühzeitig festgestellt, dass die Erweiterung des Speichervolumens des HRB Straußfurt eine zentrale Rolle für einen langfristig leistungsfähigeren Hochwasserschutz spielt, unabhängig von weiteren Maßnahmen an Deichen im Thüringer Becken.
Die Unterlagen für das Genehmigungsverfahren wurden nach Abschluss der fachlichen Planungen im Dezember 2024 bei der zuständigen Behörde, dem Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), eingereicht. Ein wesentlicher Schritt im weiteren Verfahren war die öffentliche Auslegung der Planunterlagen im Frühjahr 2025. In diesem Zeitraum hatten sowohl die Öffentlichkeit als auch Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit, Einblick in die Planungen zu nehmen und Stellungnahmen abzugeben. Die eingegangenen Hinweise und Einwendungen wurden im Rahmen des förmlichen Planfeststellungsverfahrens geprüft und abgewogen. Mit dem nun vorliegenden Planfeststellungsbeschluss des TLUBN ist dieses gesetzlich vorgeschriebene Genehmigungsverfahren abgeschlossen. „Mit dem Planfeststellungsbeschluss haben wir nun die rechtliche Grundlage, um das Vorhaben in die Umsetzung zu bringen“, sagt Detlef Hogh, Projektleiter für das Vorhaben bei der Thüringer Fernwasserversorgung.
Nächste Schritte: Ausschreibungen und bauliche Umsetzung
Zu den anstehenden Maßnahmen gehört insbesondere die Ausschreibung von Leistungen zur Errichtung eines neuen Abschlussbauwerks, dem Herzstück der Stauanlage. Die Bauarbeiten sollen bei laufendem Betrieb des HRB umgesetzt werden, was hohe technische und organisatorische Anforderungen an Planung und Ausführung stellt. Die Ausschreibung der Leistungen ist als europaweites Vergabeverfahren vorgesehen. Ziel ist es, mit der Umsetzung dieses ersten großen Leistungspaketes Ende des Jahre 2026 zu beginnen. In gut 4 Jahren wird der Ersatzneubau in 2 Bauphasen halbwerkseitig erfolgen.
Die vielfältigen eingereichten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden ebenfalls im Zuge der baulichen Umsetzung mit erfolgen.
Im Nachgang werden die Leistungen gestaffelt für die Anpassung der bestehenden Anlagen (Hauptdamm mit südlicher Verlängerung, Schöpfwerk Henschleben II) der Neubau von Schutzdämmen für Teilbereiche von Schwerstedt und Straußfurt sowie die Anpassungen der Hochwasserentlastungsanlage ausgeschrieben und bis 2034 umgesetzt. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen Betrieb des HRB und schafft Ruhezonen am HRB für die Tier- und Pflanzenwelt während der Umsetzung.
Der Schutzdamm für das Straußfurter Wohngebiet „Am Staudamm“ wurde noch nicht genehmigt. Hier erfolgte noch eine Planergänzung nach Vorlage von Variantenbetrachtungen als Kompromiss aus dem zum Erörterungstermin am 2. September 2025 vorgetragen Einwänden und Hinweisen.
Die Erweiterung und Instandsetzung des HRB Straußfurt ist Teil eines umfassenden, von Bund und Freistaat Thüringen geförderten Hochwasserschutzprogramms. Mit der Maßnahme wird die Schutzfunktion der Anlage langfristig gesichert und weiter ausgebaut – ein wesentlicher Beitrag zum Schutz von Menschen, Infrastrukturen und Wirtschaftsräumen entlang der Unstrut.
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