TFW startet Renaturierung der Königseer Rinne zwischen Oberköditz und Rottenbach
Die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) führt im Zeitraum vom März bis voraussichtlich Juli dieses Jahres im Bereich der Königseer Rinne zwischen Oberköditz und Rottenbach eine umfassende Renaturierungsmaßnahme durch. Die Maßnahme ist eine von 33 Ausgleichsmaßnahmen, welche im Zuge des Planfeststellungsbeschlusses zum Bau der Talsperre Leibis/Lichte im Schwarzatal zur Kompensation der entstandenen Eingriffe in den Naturhaushalt festgelegt wurden.
Auf einer Strecke von rund 350 Metern werden die vorhandenen Ufer- und Sohlbefestigungen aus Beton und Rasengittersteinen zurückgebaut. An ihre Stelle treten naturnahe Strukturelemente wie Buhnen, Störsteine, Raubäume und Geschiebedepots. Ziel der Maßnahme ist es, die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers wiederherzustellen, Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen zu verbessern und eine eigendynamische Entwicklung des Flusslaufs zu fördern.
Mit der Renaturierung leistet die TFW einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Aufwertung der Königseer Rinne. Die Maßnahme stärkt den Auencharakter des Gewässerraums, trägt zur Umsetzung des Gewässerrahmenplans bei und sichert zugleich langfristig bestehende Auwaldreste. Durch die Schaffung vielfältiger Strukturen werden natürliche Habitate für Fische, Kleinlebewesen, Insekten sowie weitere Uferbewohner gefördert.
Geplante Maßnahmen im Überblick
- Rückbau der bestehenden Betonplatten und Rasengittersteine im Ufer- und Sohlbereich auf 350 Metern
- Einbau naturnaher Strömungs- und Strukturelemente wie Buhnen, Störsteine, Raubäume, Geschiebedepots
- Entwicklung auentypischer Vegetationsstrukturen sowie Sicherung vorhandener Auwaldreste
- Förderung natürlicher Lebensräume für Fische, Kleinlebewesen, Insekten und Uferbewohner