Probestau liefert wichtige Erkenntnisse für weiteren sicheren Betrieb

Die Talsperre Elsterschenke befindet sich seit November 2025 im Probestau. Erste Ergebnisse zeigen Anpassungsbedarf aufgrund standortspezifischer geologischer Bedingungen. Weitere Maßnahmen sind geplant, um den sicheren Betrieb der Anlage nach der Sanierung zu garantieren.

Die Talsperre Elsterschenke wurde 1976 als Brauchwasserspeicher errichtet und wird derzeit im sogenannten Probestau betrieben. Dieser ist ein wesentlicher Bestandteil der Sanierungsmaßnahme und dient dazu, die Anlage unter realen Bedingungen zu füllen sowie ein begleitendes Messprogramm durchzuführen. Auf dieser Grundlage wird überprüft und nachgewiesen, dass die Talsperre nach den baulichen Anpassungen ordnungsgemäß nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik betrieben werden kann.

Im Zuge des Probestaus wurden im Dammvorland erhöhte Grundwasserstände festgestellt. Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Damm unterströmt wird. Um mögliche Folgeschäden zu vermeiden und die Ursache zu beheben, wurde das Wasser vorsorglich wieder abgelassen.
Die Auswertung der Messungen zeigt, dass zusätzliche Baumaßnahmen erforderlich sind. Geplant ist der Einbau einer weiteren Drainage auf der Luftseite des Damms. So soll das aufsteigende Grundwasser gefasst und kontrolliert abgeführt werden. Weiterhin ist eine Abdichtung auf der Wasserseite im Bereich des Einlaufbauwerks vorgesehen. Der Probestau hat damit wichtige Hinweise auf das Verhalten des Untergrunds geliefert, welches im Vorfeld nicht in vollem Umfang abschätzbar war.

Der Probestau dient dazu, notwendige Anpassungen gezielt zu identifizieren und umzusetzen. In diesem Fall wurden standortspezifische geologische Besonderheiten erkannt. Die Umsetzung der zusätzlichen Maßnahmen ist in den Sommermonaten 2026 vorgesehen. Anschließend soll ein weiterer Probestau erfolgen. Dabei ist geplant, die saisonal höheren Zuflüsse im Winter zu nutzen, um die Talsperre erneut anzustauen. Auch dieser Prozess wird von dem kontinuierlichen Messprogramm begleitet, um die Grundlage für einen sicheren Betrieb der Anlage zu schaffen.

Die Projektsteuerung während der Bauphase erfolgt durch die TFW. Auftraggeber der Baumaßnahmen ist der Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung Thüringen (VLF). In der Probestaukommission arbeiten zudem die Stadt Saalfeld/Saale als Vertreter des zukünftigen Betreibers, das Planungsbüro sowie die ausführende Firma zusammen. Als Gastteilnehmer sind die Untere Naturschutzbehörde, die Untere Wasserbehörde sowie die Stauanlagenaufsicht eingebunden.

 

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