im Vodergrund sind neu verlegte Profilsteine, welche zu der Trapezrinne aus Erde überführen. Am oberen Ende der Rinne ist am rechten Hang eine Bewaldung zu sehen.
Die neu hergestellte leistungsfähigen Hochwasserentlastung mit einer Trapezprofilrinne. Foto: TFW/Sauerwein

Die Arbeiten zur Verbesserung der Hochwassersicherheit an der Talsperre Roth II sind abgeschlossen. Die Talsperre befindet sich seit dieser Woche wieder im regulären Betrieb. Damit ist sichergestellt, dass bei großen Zuflüssen keine Gefahr für die Ortslage Roth durch ein Versagen der Stauanlage besteht. Am 21. Mai erfolgte die offizielle Abnahme der Bauleistungen.

Mit der fortschreitenden Begrünung unter- und oberhalb der Stützschwellen der Hochwasserentlastung (HWE) wird sie sich wieder in das Landschaftsbild eingliedern. Die Unterhaltung der profilierten Rinne erfolgt dann im Zuge der jährlichen Unterhaltungsmaßnahmen der Stauanlage. Dazu gehören ein Nachfüllen der Oberbodenabdeckung in die Felsschüttung sowie die Mahd der entstandenen Rasenbereiche. Die Trapezprofilrinne der HWE darf als wasserwirtschaftliche Anlage nicht befahren werden, da dies zu Beschädigungen und im Bedarfsfall zum Versagen der Anlage führen kann.

Deutlich erhöhte Sicherheit für Roth

Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die Herstellung einer leistungsfähigen Hochwasserentlastung. Sie stellt sicher, dass überschüssiges Wasser auch bei großen Zuflüssen und erhöhtem Stauinhalt kontrolliert abgeführt wird, um ein Überfluten der Dammkrone zu verhindern. Die Talsperre wird jetzt weiterhin mit einer Stauhöhe von 4,50 mPN betrieben. Dies entspricht der abgestimmten Stauhöhe und der weitere Betrieb bleibt unverändert. Ohne die neu hergestellte seitliche Hochwasserentlastung bestünde bei großen Zuflüssen die Gefahr, dass der Damm überlastet wird und im schlimmsten Fall brechen könnte. Mit der umgesetzten Maßnahme ist dieses Risiko nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeschlossen, sodass die Anlage nicht dauerhaft mit abgesenktem Stauspiegel betrieben werden muss. Die Bauarbeiten unter Beteiligung von Firmen aus der Region sind seit rund einer Woche vollständig abgeschlossen. Die Nutzung der Anlage kann wieder in den Normalbetrieb übergehen und steht damit der Bevölkerung zur Naherholung und den Anglern zur Fischbewirtschaftung zur Verfügung. Im Herbst erfolgen noch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen am Hang. Das Land hat rund 250.000 Euro in die Maßnahme investiert.

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