TFW ist Teil des Bündnisses für Biodiversität Thüringen

Die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) ist Partner des neu gegründeten „Bündnis für Biodiversität Thüringen“. Am 11. Mai gründeten das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT), gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern Erfurt und Ostthüringen und unterstützt durch die DIHK Service GmbH, das Netzwerk, welches Bündnispartner dabei unterstützen will, Biodiversität strategisch und effizient in unternehmerisches Handeln zu integrieren. Bei der Gründungsveranstaltung in Erfurt zeigte sich, wie vielseitig das neue Netzwerk aufgestellt ist – mit Unterstützern aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Naturschutz.

Umweltminister Tilo Kummer überreicht Johannes Zerche die Mitgliedsurkunde.
Thüringens Umweltminister Tilo Kummer überreicht Johannes Zerche (Thüringer Fernwasserversorgung) die Mitgliedsurkunde. Foto: IHK Erfurt

Biodiversität – was bedeutet das für Thüringen?

Biodiversität bezeichnet die Vielfalt des Lebens auf der Erde, einschließlich der Artenvielfalt und der Vielfalt von Ökosystemen. Artenreichtum ist Voraussetzung für die Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Umwelteinflüsse. Stabile und vielfältige Ökosysteme gelten als widerstandsfähiger gegenüber Begleiterscheinungen des Klimawandels, wie etwa Dürren oder Hochwasserereignissen. Mit der Bündnisgründung übernehmen Thüringer Unternehmen Verantwortung gegenüber natürlichen Lebensräumen und leisten damit auch einen Beitrag zu mehr Lebensqualität vor der eigenen Haustür.

Biodiversität als Wirtschaftsfaktor

Intakte Wälder, sauberes Trinkwasser und der Erhalt fruchtbarer Böden sind längst keine Nischenthemen mehr. Vielmehr sind die positiven Auswirkungen biologischer Vielfalt heute Grundlage für erfolgreiches unternehmerisches Handeln. „Wir sehen das zum Beispiel an den Einzugsgebieten unserer Trinkwassertalsperren“, erklärt Johannes Zerche, Leiter Unternehmensentwicklung bei der TFW. „Ein gesunder Waldboden, mit natürlicher Filterwirkung, schützt die Qualität unseres Rohwassers, indem Bodenerosion und damit ungewünschte Einträge verhindert werden.“ Dies verringere den späteren Aufwand in der Trinkwasseraufbereitung.
Eine Rednerin projiziert eine Folie mit der Überschrift "Gründungsveranstaltung Bündnis für Biodiversität Thüringen" an eine Wand, während an einer großen Tafel Bündnismitglieder sitzen und ihr gespannt lauschen.
Gründungsveranstaltung des Bündnis für Biodiversität in Erfurt. Foto: IHK Erfurt
„Wasser ist Lebensgrundlage. Als überregionaler Wasserversorger tragen wir eine besondere Verantwortung: Intakte Ökosysteme sind keine Nebensache unserer Arbeit, sondern deren Voraussetzung,“ führt Zerche aus. Das Thema Biodiversität will er künftig noch stärker in der Unternehmensstrategie der TFW verankern. Von der Mitgliedschaft im Thüringer Bündnis erhoffe man sich u.a. praxisnahe Anregungen für die nachhaltige Gestaltung von Lieferketten und verantwortungsvolle Einkaufsprozesse.

Hintergrund: das Bundesprogramm „Ubi“

Regionale Biodiversitätsbündnisse sind Teil des Bundesprogramms „UBi – Unternehmen Biologische Vielfalt“, dessen erklärtes Ziel es ist, durch praxisnahe Informationen und Werkzeuge eigeninitiatives, unternehmerisches Handeln zu fördern. Durch ihre Mitgliedschaft im Netzwerk erhalten Partnerunternehmen Zugang zu einer Reihe an Weiterbildungsangeboten und Unterstützung durch ein Netzwerk an Gleichgesinnten.

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