Diese Saison: Keine Aufhöhung der Apfelstädt aus der Talsperre Schmalwasser über die Mindestabgabe hinaus

Vor dem Hintergrund eines außergewöhnlich niedrigen Füllstands der Talsperre Schmalwasser stehen im laufenden Jahr keine zusätzlichen Wassermengen zur Verfügung, um die Apfelstädt über die festgelegte Mindestabgabe hinaus zu stützen. Grundlage dafür ist die Vereinbarung zwischen Thüringer Fernwasserversorgung (TFW), Landratsamt Gotha und dem Umweltlandesamt (TLUBN) zum dynamischen Talsperrenmanagement an der Talsperre Schmalwasser.

Im Zusammenhang mit der angespannten Zuflusssituation wurde zudem der Betrieb der Westringkaskade seit dem Sommer 2025 erheblich reduziert, zeitweise vollständig eingestellt und ist derzeit außer Betrieb. Die TFW wird die weitere hydrologische Entwicklung eng begleiten und steht dazu im stetigen Austausch mit den zuständigen Fachbehörden. Die Situation im Talsperrenverbundsystem verdeutlicht, wie stark anhaltende Trockenperioden die wasserwirtschaftlichen Handlungsspielräume zunehmend einschränken. Zum Ende des hydrologischen Winterhalbjahres, Ende April, ist die Talsperre Schmalwasser aktuell mit 9,77 Millionen Kubikmetern gefüllt, was einem Füllstand von rund 51 Prozent entspricht.

Immerhin zeigt die konsequente Priorisierung der Trinkwasserversorgung Wirkung: An der Talsperre Ohra startet die TFW in diesem Jahr mit einem besseren Füllstand in die Entnahmesaison als im Vorjahr. Der aktuelle Stauinhalt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung konnte durch die verstärkte Zuleitung über die Überleitungsstollen erreicht werden. Nach dem trockenen Vorjahr 2025 wurden auch im Winter 2025/2026 deutlich geringere Zuflüsse beobachtet als im langjährigen Mittel, sodass die zufließenden Wassermengen aus den Einzugsgebieten der Überleitungsstollen zum Großteil der Talsperre Ohra zugeleitet wurden.

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